TAKETINA

Persönlichkeitsbildung - Burnoutprävention - Rhythmustraining

Taketina in der Pädagogik

R. Flatischlers Rhythmusarbeit "Taketina", kommt mit unterschiedlichen Zielsetzungen zum Einsatz. Mir selbst ist zum Beispiel die Arbeit an einer psychosomatischen Klinik besonders wichtig. Ebenso effektiv kommen Prinzipien aus dem Taketina aber auch in meiner Tätigkeit als Musikpädagoge, zum Beispiel an der Hochschule für Musik Würzburg, oder der pädagogischen Hochschule Feldkirch zum Einsatz.

 

Die körperliche Wahrnehmung rhythmischer Grundstrukturen, wie Pulsation (Grundpuls), Offbeats, Zyklen oder Polymetrik ist Voraussetzung für fliessendes und (Angst-) freies Instrumentalspiel einerseits und die Synchronisation der Mitglieder einer Gruppe wie Chor, Band oder Kammermusikensemble andererseits.

 

Genau diese körperbezogene Wahrnehmung des rhythmischen Flusses, wird im Taketina mit ebenso einfachen, wie effektiven, methodischen Verfahrensweisen gefördert.

 

Über Schritte, Klatschen und Stimme entsteht ein musikalisch vielschichtiges Feld. Jede*r Teilnehmende hat die Möglichkeit, in seiner persönlichen Komfortzone zu bleiben und andererseits spielerisch darüber hinaus zu wachsen. Sich dabei Fehler zu erlauben, aus dem Rhythmus zu fallen oder ihn willentlich zu verlassen und wieder zu finden, um im Tun immer Gelassener zu werden, gehört zum Prozess. Die dadurch sich im Körper verankernde Entspannung, gepaart mit der Erfahrung immerwieder zurückfinden zu können, reduziert die Angst vor Fehlern. Das Ergebnis: Weniger Anspannung im Körper und damit mehr Freiheit und Sicherheit beim Musizieren.

 

Die Mehrschichtigkeit im pädagogischen Beruf

Für Pädagog*innen, Erzieher*innen und alle, die mit Gruppen arbeiten, kommt ein weiterer Aspekt zum Tragen: Die rhythmische Komplexität schult die  gleichzeitige Wahrnehmung, eine Anforderung, die für pädagogische Berufe grundlegend ist:

 

- Gleichzeitig didaktische Inhalte vermitteln und die Gruppe im Blick behalten

- Einzelne Gruppenmitglieder wahrnehmen und gleichzeitig den Spannungsbogen aufrecht erhalten

- Den Überblick bewahren, damit ein "sich Ausprobieren" der Gruppe überhaupt in sicherem Rahmen möglich wird

- Während alledem, die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen um als Lehrende*r Leistungsfähig zu bleiben

 

Dies sind Fähigkeiten, die gute Gruppenleiter*innen ausmachen und die mit den Prinzipien, wie sie z. B. im Taketina zur Anwendung kommen gezielt geschult werden könnnen.

 

Sich vom Rhythmus tragen zu lassen, im eigenen Zeitmaß lernen zu können, Fehler und Pausen machen zu dürfen, sind urmenschliche Bedürfnisse. Unter diesen Voraussetzungen Chaosphasen als kreativen Prozess zu erleben und gemeinsam mit Anderen in Rhythmus und Musik einzutauchen, vermittelt oft ein Gefühl von tiefer Entspannung, Lebendigkeit und Gelassenheit - ein Freiraum für persönliche und musikalische Entwicklung.

 

Für Informationen über Taketina mit Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung und Therapie, folgen Sie bitte diesem Link: www.martinhöhn.de

 

 

Ein Stimmungsbild zu unseren Workshops.

Ein Film von Bloom Kollektiv.

WAS MACHT RHYTHMUS MIT UNS?
Dieser Frage ging Christoph Schneider in seinem Dokumentarfilm "Im Rhythmusrausch" nach. Zu sehen ist auch ein Interview mit Siegfried Renz und mir über R. Flatischlers Rhythmusarbeit Taketina.
Der Film ist natürlich komplett sehenswert, der Taketina-Teil beginnt ab Minute 13:35